29.08.2022 - 7 Einwohnerfragestunde

Reduzieren

Wortprotokoll

Es sind 35 Einwohner anwesend.

 

Pinnower See – Fragen zum Limnologischen Gutachten

Eine Bürgerin fragt, wie viele Quellen es noch „Am See“ gibt. Vor ca. 60 Jahren verfügte dort jedes Anwesen über eine Quelle.

Herr Hilgert informierte, dass es um den Pinnower See 5 messbare Quellen gibt. Durch die Wasserfassung der Schweriner Wasserwerke gibt es weniger Quellen, als vor Beginn der Wasserfassung.

 

Ein Bürger fragt, ob es im Rahmen des A14 Autobahnbaus auch Untersuchung zur Versiegen von Quellen gab. Zudem fragt er, ob die Größe des Wasserschutzgebietes in der Gemeinde Pinnow vergrößert wird.

Der Vertreter des StALU verneinte beide Fragen. Zudem wies er explizit daraufhin, dass das unterirdische Einzugsgebiet maßgeblich für die Wasserzufuhr des Pinnower Sees  ist.

 

Ein Vertreter der Bürgerinitiative „Bietnitz“ wies auf ein Gutachten aus dem Jahr 2017 zum Thema Wasserhaushalt der Bietnitz hin. Das Ergebnis des Gutachtens war, das die Wasserfassung und der Kiestagebau kaum Einfluss auf den Wasserhaushalt der Bietnitz haben. Der heutige Vortrag steht dem damaligen Gutachterergebnis jedoch entgegen.

Herr Hilgert verwies auf das hochkomplexe Aufnahmeverfahren des limnologischen Gutachtens hin, welches im Wesentlichen das Gutachterergebnis von 2017 untermauert. Der Kiestagebau fördert mit dem Baggersee das Erhalten eines hohen Grundwasserspiegels. Die Wasserfassung der Wasserwerke ist das größte Problem beim Absinken des Grundwasserspiegels.

 

Eine Bürgerin fragt, ob die CKW-Altlast aus den 70-ziger Jahren schon im Pinnower See messbar ist.

Der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums verneinte dies. In ca. 50-100 Jahren ist mit der Ankunft des Schadens im See zu rechnen. Die Messstellen unterliegen einem steten Monitoring, zum jetzigen Zeitpunkt sind Flüssigdünger und Pflanzenschutz in den Trinkwasser-Messstellen nachgewiesen worden. Generell gehen Untersuchungen in die Richtung neue Trinkwasserbrunnen bzw. Alternativbrunnen in Waldgebieten zu errichten.

 

Ein Bürger fragt nach, ob die Umstellung der Landwirtschaft eine Lösung des Problems ist.

Der Vertreter des Landwirtschaftswirtschaftsministeriums bestätigt die Flächennutzung als größtes Problem der Grundwasserqualität. Das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und Dünger ist erst nach Jahren im Grundwasser nachweisbar, es grundsätzlich ein langfristiger Wassereintrag.

 

Pinnower Heizhaus – Fragen zu Entwicklung des Eigenwärmebetriebes

Ein Sprecher der Bürgerinitiative “Heizhaus“ fragte, warum es kein Statement der Gemeindevertreter zu dem offenen Brief der Bürgerinitiative aus der Vorwoche gibt. Er bat um die Beachtung des besagten Briefes. Aus Sicht der Bürgerinitiative und betroffener Anwohner ist keine Strategie der Gemeindevertretung zur Thematik erkennbar. Es existieren Bedenken zur Abschaffung des Anschluss- und Benutzerzwangs, denn es wird vermutet die verbleibenden Nutzer auf den von Aussteigern verursachten Kosten tragen werden/müssen.

Ein Gemeindevertreter bedankt sich für den offenen Brief und die Initiative der Bürger. Er weist daraufhin, dass die Problematik zum Heizhaus alle Pinnower Bürger betrifft, denn jeder Bürger haftet für den Eigenbetrieb der Gemeinde.

 

Eine Bürgerin bittet die Gemeindevertretung eine Lösung für die Mehrheit der Nutzer zu finden. Sie verweist das die Anschaffung einer privaten Wärmeversorgung die älteren Nutzer vor eine nicht zu lösende finanzielle Aufwendung stellt, da die meisten Banken keine Darlehen an Personen an +70 Jahre vergeben..

 

Online-Version dieser Seite: https://amt-crivitz.sitzung-mv.de/public/to020?SILFDNR=3970&TOLFDNR=66081&selfaction=print