24.06.2021 - 8 Beratung über das weitere Vorgehen beim Settine...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Datum:
- Do., 24.06.2021
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:30
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Schomann berichtet, dass auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung durch den „Wasser- u. Bodenverband Obere Warnow“ sowie dem Ing. Büro Bio Plan ein Konzept für eine mögliche Seesanierung vorgestellt wurde. Allerdings ist die vorgestellte Variante der Seesanierung nicht ganz unumstritten, da diverse Faktoren die Wasser- bzw. Seequalität beeinflussen.
Festzuhalten ist das die Maßnahmen zur Seesanierung teilweise im erheblichen Wiederspruch zu anderen Umweltschutzbestimmungen stehen. Zum Beispiel die „Vergrähmung der Wildgänse“ und die Einbringung einer Gewässerfremden Wasserpflanze „Krebsschere“ bzw. bei mögliche Problemen die Entnahme der Krebsschere“.
Diese Pflanze soll, so der Plan, die feinen Schlammbestandteile am Boden des Sees binden und somit die Eintrübung verringern. Als Nachteil der Krebsschere ist aber zu erwähnen, dass diese sich ggf. explosionsartig vermehren kann, stachelige Blätter hat, die beim Schwimmen eventuell stechen und unter besonderen Schutz (Artenschutz) steht.
Diese Widersprüche können nur von den entsprechenden Behörden geklärt werden.
Des Weiteren wurde im Rahmen der Seesanierung darüber berichtet, dass der Zu- und Ablauf in den See seit Jahren trocken liegt und ein weiterer Faktor der schlechten Seequalität sein könnte.
Es entsteht eine rege Diskussion zu diesem Thema.
Festzuhalten bleibt, dass der BA der Gemeindevertretung die Weiterführung der Untersuchung zur Sanierung des Sees, unter Beachtung folgender Prioritätsstufen empfiehlt:
- Die Problematik des nicht mehr vorhandenen Wasserzuflusses bzw. des Wasserablaufes wird weiter untersucht und die Wiederherstellung des Zu-u. Ablaufs wird geprüft. Untersuchung der möglichen Vergrähmung der Wildgänse
- Untersuchung des Besatzes, mit den möglichen Folgen, und auch der Entnahme der Krebsschere
Des Weiteren berichtet Herr Schomann, dass die Gemeinde die Verwaltungskosten des Wasser- und Bodenverbandes für den bisher entstandenen Aufwand der geplanten Seesanierung zahlen muss. Dies sind aktuell (Aufwand der letzten 3 Jahre) ca. 3.500 €, die der WBV demnächst in Rechnung stellen wird. Die Bauausschussmitglieder sind über diese Kosten sehr verwundert und berichten, dass durch den alten BGM Herrn v. Walsleben immer berichtet wurde, dass durch diese Maßnahme keine Kosten anfallen, da alles über Fördermittel finanziert wird.
Abstimmung: 7Ja-Stimmen/0 /0
