27.01.2026 - 8.3 Anfragen von Einwohnern zum Thema Einzelhandels...

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Wortprotokoll

Auf Grund der Befangenheit setzt sich Herr Dosdall in den Bereich der Anwohner.

Ein Anwohner übergibt den zweiten Teil einer Petition mit ca. 800 Unterschriften und teilt mit, dass ein sehr großes Interesse besteht und alle Möglichkeiten zum Erhalt des Marktes ausgeschöpft werden müssen.

Der Bürgermeister bedankt sich für die Unterlagen und erklärt, dass man in rechtliche Gegebenheiten eingebunden ist und nicht über die Immobilie verfügt. Es weist nochmals darauf hin, dass Edeka bzw. ein Kaufmann eine Übergangslösung in der Bestandsimmobilie nicht annehmen wird. Auch über eine Klageverfahren gäbe es einen Stillstand von mind. 5 Jahren.

Ein weiterer Einwohner ergänzt hierzu, dass auch Netto und Norma mindestens 25.000 Einwohner als Einzugsgebiet bei 800 m² Verkaufsfläche als Anforderungen haben.

Eine Anwohnerin fragt, ob das Busunternehmen zukünftig häufiger fahren wird, um Einkäufe zu erledigen. Herr Tiroux verneint dies. Der Betreiber ist der Landkreis und in früheren Gesprächen wurde erklärt, dass das Netz ausgereizt ist. Als Ergänzung gibt es das Rufbussystem.

Frau Küntzer hat mit dem Betreiber eines anderen Edeka Marktes gesprochen, ob eventuell ein Shuttleservice für die Einkäufe eingerichtet werden kann. Also Edeka möchte Pinnower Kaufkraft behalten.

Die nächste Anwohnerin möchte wissen, was mit der Begründung im B-Plan, die Nahversorgung zu halten, ist. Sie plädiert für eine Einwohnerversammlung, um bestmöglich für die Beschlussfassung vorbereitet zu sein.

Der Bürgermeister erwidert, dass heute Beschlüsse, gemäß der Prüfung durch die Verwaltung, gefasst werden.

Ein weiterer Anwohner befürwortet ebenfalls eine Einwohnerversammlung. Gemäß B-Plan soll eine Nahversorgung ermöglicht werden.

Frau Brincker merkt an, dass das Mischgebiet laut B-Plan sich nicht nur auf diese Fläche bezieht, sondern viel größer ist. Gemäß Zweckbestimmung sind auch andere Nutzungen möglich.

Die nächste Anwohnerin bittet auch darum heute auszusetzen, um die Rechtsauffassung überprüfen zu können.

Eine weitere Anwohnerin möchte als Ziel auch eine Bürgerversammlung. Die Bürger wurden nicht mitgenommen und vor vollendeten Tatsachen gestellt.

Der Bürgermeister erklärt erneut, dass es sich um ein privates Rechtsgeschäft handelt und die Angelegenheit erledigt ist.

Die nächste Anwohnerin merkt an, dass ein Privatmann sein Eigentum verkauft hat und die Gemeinde in dem Fall nichts machen kann. Auch wurde hier zum Ausdruck gebracht, dass der Käufer nichts für diese Situation kann und erst recht nicht angefeindet werden sollte.

Herr Mildner antwortet auf den Wunsch einer Einwohnerversammlung und bezieht sich auf §16 Abs. 1 KV M-V.

Die letzte Frage einer Anwohnerin bezieht sich auf geförderte Programme wie beispielsweise Tante Enso und ob über solche Konzepte schon nachgedacht wurde.

Der Bürgermeister erklärt, dass man im Nachgang sicherlich im Rahmen einer Einwohnerversammlung über künftige Möglichkeiten einer Nahversorgung reden kann. Kreative Ideen sind wie bereits erwähnt gerne gesehen, um eine vernünftige Lösung zu finden.

Herr Glaser fasst schließlich zusammen, dass man nach hinten hin nun abschließen sollte, um nach vorne schauen zu können. In diesem Zuge könnte eine Bürgerversammlung sinnvoll sein. Eventuell auch begleitend durch einen Ausschuss.

Es handelt sich hierbei um einen Kauf zwischen zwei Gewerbetreibenden und die Anträge der beiden Gemeindevertreter sollten die Möglichkeiten aufführen dies zu verhindern. Gemäß Prüfung durch das Amt gibt es diese Möglichkeiten nicht. Somit ist auch die Petition ohne Erfolg. Der Fokus sollte nun darauf liegen, dass man einen Planer sucht um neue Möglichkeiten eines Einkaufsmarktes zu realisieren. Die Gemeindevertretung arbeitet nach Recht und Gesetz. Die Entscheidungen sind im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Man muss jetzt nach vorne schauen und dabei immer menschlich und respektvoll bleiben vor allem auch dem Käufer gegenüber.